Stand: 11. August 2026
Microsoft entwickelt Entra konsequent weiter – und die Neuerungen des August-Updates zeigen deutlich, wohin die Reise geht: Identity Management soll stärker aus der Cloud gesteuert, automatisiert und abgesichert werden.
Dabei geht es längst nicht mehr nur um Benutzerkonten und Single Sign-on. Microsoft Entra entwickelt sich zunehmend zur zentralen Steuerungsebene für hybride Identitäten, Geräte, externe Benutzer und deren Lebenszyklus.
Auf einen Blick
- Cloud Sync synchronisiert jetzt Computerobjekte aus dem lokalen Active Directory – der letzte große Funktionsunterschied zu Entra Connect Sync fällt damit weg.
- Exchange-Attribut-Writeback ist allgemein verfügbar und skaliert auf bis zu 600.000 cloudverwaltete Mailboxen pro Tenant.
- Sponsorlose Gastkonten lassen sich über Lifecycle Workflows automatisiert erkennen und bereinigen.
- Entra External ID akzeptiert Registrierungen über externe Identity Provider jetzt auch ohne E-Mail-Adresse.
- Die Migration von Entra Connect Sync zu Cloud Sync läuft bereits – Kunden werden seit Juli 2026 über ihr Transition-Window informiert.
| Neuerung | Status | Betrifft |
|---|---|---|
| Device Sync in Entra Cloud Sync | Public Preview | Hybrid-AD-Umgebungen mit Hybrid Join |
| Exchange-Attribut-Writeback über Cloud Sync | Allgemein verfügbar (GA) | Exchange-Hybrid-Umgebungen |
| Erkennung sponsorloser Gäste in Lifecycle Workflows | Public Preview | B2B-Kollaboration, ID Governance |
| E-Mail optional im User Flow (External ID) | Allgemein verfügbar | CIAM, Kunden- und Partnerportale |
| GPO Backup/Restore in Entra Domain Services | Public Preview | Entra Domain Services |
| Automatische SSO-Genehmigung auf verwalteten Geräten | Allgemein verfügbar | Windows 11 (ab Patchday Juli 2026) |
Entra Cloud Sync synchronisiert jetzt Geräte aus dem Active Directory
Die technisch interessanteste Neuerung betrifft Microsoft Entra Cloud Sync.
Bisher wurde Cloud Sync vor allem zur Synchronisation von Benutzern, Gruppen und Kontakten zwischen einem lokalen Active Directory und Microsoft Entra ID eingesetzt. Microsoft positioniert den Dienst zunehmend als moderne, cloudverwaltete Alternative zu klassischen Synchronisationsarchitekturen mit Microsoft Entra Connect Sync.
Neu ist die Synchronisation von Computerobjekten aus dem lokalen Active Directory nach Microsoft Entra ID. Die Funktion befindet sich in der Public Preview und ist standardmäßig deaktiviert.
Technisch läuft die Synchronisation über einen sogenannten AD2AADDeviceSync-Job innerhalb einer bestehenden AD-zu-Entra-ID-Cloud-Sync-Konfiguration. Anschließend können diese Geräte einen Microsoft Entra Hybrid Join durchführen.
Voraussetzungen für Device Sync
Konkret benötigen Sie laut Microsoft Learn:
- Microsoft Entra Provisioning Agent in der Version 1.1.1107 oder neuer
- eine bestehende AD-zu-Entra-ID-Cloud-Sync-Konfiguration
- die Tenant-ID sowie die verifizierte Domäne, mit der sich die Geräte authentifizieren (bei föderierten Umgebungen die föderierte Domäne, sonst die primäre
*.onmicrosoft.com-Domäne) - einen konfigurierten Service Connection Point (SCP) – dafür temporär ein Konto mit Enterprise-Admin-Rechten in jeder betroffenen Gesamtstruktur
- mindestens die Rolle Hybrid Identity Administrator für die Konfiguration im Entra Admin Center
Die Bereitstellung einzelner Geräte lässt sich über Provision on demand im Device-Tab testen oder alternativ vollständig über Microsoft Graph steuern.
Warum das für Hybrid-Identity-Architekturen wichtig ist
Für Unternehmen mit klassischer Active-Directory-Infrastruktur ist das ein wichtiger Schritt.
Die fehlende Gerätesynchronisation war für viele Organisationen der letzte verbleibende Grund, Entra Connect Sync weiter zu betreiben. Mit der Preview fällt genau dieses Argument weg.
Cloud Sync ist damit aber noch kein vollständiger Ersatz. Bestimmte Funktionen bleiben weiterhin Entra Connect Sync vorbehalten:
| Funktion | Entra Connect Sync | Entra Cloud Sync |
|---|---|---|
| Benutzer, Gruppen, Kontakte | Ja | Ja |
| Geräte / Hybrid Join | Ja | Preview |
| Erweiterte Synchronisationsregeln | Ja | Nein |
| Vollständiges attributbasiertes Filtering | Ja | Eingeschränkt |
| Sehr große Objektmengen | Ja | Skalierungsgrenzen beachten |
| Getrennte Gesamtstrukturen ohne Konnektivität | Nein | Ja |
| Lokale SQL-Datenbank erforderlich | Ja | Nein |
Für neue Deployments und anstehende Modernisierungsprojekte gehört Cloud Sync damit klar auf die Architektur-Roadmap – bestehende Entra-Connect-Installationen sollten Sie aber nicht überstürzt ablösen.
Die Migration von Entra Connect Sync zu Cloud Sync hat bereits begonnen
Dieser Punkt wird in vielen Zusammenfassungen unterschlagen, ist aber der handlungsrelevanteste.
Microsoft hat im April 2026 angekündigt, Kunden schrittweise von Entra Connect Sync auf Cloud Sync zu überführen. Seit Juli 2026 werden Kunden über ihr jeweils zugewiesenes Transition-Window informiert – über das Microsoft 365 Message Center, über Entra Connect Health und über gezielte E-Mails.
Den Anfang machen Tenants, deren Anforderungen Cloud Sync bereits vollständig abdeckt. Weitere folgen, sobald der Funktionsumfang wächst.
Praktisch heißt das: Wer heute Entra Connect Sync betreibt, sollte jetzt prüfen, welche Funktionen tatsächlich genutzt werden – und nicht erst, wenn die Nachricht im Message Center steht.
Sponsorlose Gastkonten automatisch erkennen und löschen
Ein zweites interessantes Thema betrifft Microsoft Entra ID Governance und insbesondere externe Benutzer.
Gastkonten sind in vielen Microsoft-365-Umgebungen ein unterschätztes Sicherheitsproblem. Ein externer Benutzer wird für ein Projekt eingeladen, erhält Zugriff auf Teams, SharePoint oder eine Enterprise Application – das Projekt endet jedoch irgendwann. Ohne funktionierenden Governance-Prozess bleibt das Konto möglicherweise noch Monate oder Jahre bestehen.
Besonders problematisch sind sponsorlose Gäste: externe Benutzer, für deren Zugriff innerhalb des Unternehmens kein verantwortlicher Sponsor mehr existiert.
Microsoft erweitert hierfür die Lifecycle Workflows. Administratoren können Prozesse aufbauen, mit denen solche Gastkonten erkannt und anschließend automatisiert behandelt werden – inklusive einer neuen Preview-Aufgabe, mit der Benachrichtigungen über die bevorstehende Entfernung sponsorloser Gäste versendet werden.
Ergänzend hat Microsoft im selben Update weitere Lifecycle-Workflow-Funktionen bereitgestellt: einen What-if-Modus zur Simulation von Workflows, das Abbrechen laufender Workflow-Ausführungen sowie die Aufgabe User Attribute Updates, mit der sich bis zu zehn Attribute automatisiert setzen oder leeren lassen.
Wichtig: Guest Governance ist seit Januar 2026 kostenpflichtig
Bevor Sie solche Workflows planen, sollten Sie die Lizenz- und Abrechnungssituation kennen.
Seit dem 30. Januar 2026 verlangt Microsoft für Guest-Governance-Funktionen in Entra ID Governance eine verknüpfte Azure-Subscription. Ohne diese Verknüpfung lassen sich gastbezogene Richtlinien nicht mehr anlegen oder aktualisieren – betroffen sind unter anderem Access Reviews mit Gästen im Scope, Entitlement-Management-Richtlinien mit Sponsor-Genehmigern und Lifecycle Workflows, deren Ausführungsbedingungen userType eq 'Guest' enthalten.
Die Abrechnung erfolgt pro monatlich aktivem Gastbenutzer, wobei ein Gast pro Monat nur einmal berechnet wird, auch wenn mehrere Governance-Aktionen greifen. Wer 2.000 Gastkonten automatisiert bereinigen will, sollte diese Kosten vorab kalkulieren.
Identity Governance wird damit operativer
Genau das ist aus meiner Sicht die spannende Entwicklung.
Identity Governance wurde lange hauptsächlich mit regelmäßigen Access Reviews und Genehmigungsprozessen verbunden. Microsoft versucht zunehmend, daraus automatisierte Identity-Lifecycle-Prozesse zu machen.
Das Ziel sollte schließlich nicht sein, einmal pro Quartal eine Excel-Liste mit 2.000 Gastkonten zu prüfen. Gute Governance bedeutet, dass unnötige Berechtigungen möglichst automatisch erkannt und entfernt werden.
Gerade Unternehmen mit vielen Dienstleistern, Projektpartnern oder B2B-Kollaborationen sollten deshalb prüfen, wie sauber ihre Sponsor- und Guest-Lifecycle-Prozesse heute tatsächlich funktionieren.
Entra External ID: Registrierung ohne E-Mail-Adresse
Auch Microsoft Entra External ID wird flexibler.
Bei der Registrierung über einen externen OpenID-Connect-Identity-Provider war bislang eine E-Mail-Adresse erforderlich. Lieferte der externe Identity Provider keinen entsprechenden E-Mail-Claim, schlug die Registrierung mit einem Fehler fehl.
Microsoft erlaubt nun, die E-Mail-Adresse auf Ebene des User Flows optional zu machen. Benutzer können sich dadurch ausschließlich über ihre Identität beim angebundenen externen Identity Provider registrieren. Fehlt der E-Mail-Claim und ist das Attribut als optional konfiguriert, wird das Konto ohne E-Mail-Adresse angelegt.
Das klingt nach einer kleinen Änderung, erweitert die möglichen CIAM-Szenarien aber erheblich.
Nicht jedes Identitätssystem verwendet eine E-Mail-Adresse als primäres Identifikationsmerkmal. In Kundenportalen, Mitgliederplattformen oder branchenspezifischen Anwendungen – man denke an nationale eID-Systeme oder Banking-Identitäten – sind Kundennummern oder Mitgliedskennungen oft wesentlich relevanter.
Wichtig dabei: Wird die E-Mail-Adresse in einem User Flow optional gemacht, betrifft dies alle Anwendungen, die diesen User Flow verwenden. Testen Sie die Änderung deshalb vor einem produktiven Rollout.
Exchange-Attribute aus der Cloud verwalten – jetzt allgemein verfügbar
Diese Neuerung dürfte vor allem Administratoren klassischer Hybrid-Exchange-Umgebungen interessieren – und sie hat den Preview-Status inzwischen verlassen.
Phase 1 verschiebt die Source of Authority (SOA) für Exchange-spezifische Attribute eines synchronisierten Benutzers in die Cloud. Gesteuert wird das pro Postfach über IsExchangeCloudManaged = $true. Identitätsattribute wie Name, Abteilung und Anmeldename stammen weiterhin aus dem lokalen Active Directory, während Exchange-Eigenschaften über Exchange Online, das Exchange Admin Center oder Exchange Online PowerShell verwaltet werden. Der Schritt lässt sich jederzeit zurücknehmen.
Phase 2 ergänzt das Writeback: Änderungen an unterstützten Exchange-Attributen werden über Microsoft Entra Cloud Sync in das lokale Active Directory zurückgeschrieben. Ändert sich etwa eine Proxy-Adresse in Exchange Online, landet der neue Wert automatisch im AD – lokale Line-of-Business-Anwendungen, die Exchange-Attribute direkt aus dem Verzeichnis lesen, arbeiten damit weiter mit aktuellen Daten.
Die wichtigsten Eckdaten laut Microsoft Learn und dem GA-Announcement:
- Unterstützung für bis zu 600.000 cloudverwaltete Mailboxen pro Tenant (in der Preview lag die Grenze bei 200.000)
- verfügbar in Commercial, GCC High, DoD und 21Vianet
- Writeback erfordert zwingend Entra Cloud Sync – für Entra Connect Sync wird es die Funktion nicht geben
- Provisioning Agent ab Version 1.1.1107.0, bei parallelem Betrieb von Entra Connect Sync mindestens Version 2.5.190.0
- neu bei GA: Auch das
mail-Attribut wird zurückgeschrieben. Wer bereits in der Preview aktiv war, muss die Standard-Attributzuordnungen einmalig wiederherstellen, damit das Mapping angelegt wird.
Cloud Sync läuft dabei parallel zu einer bestehenden Entra-Connect-Sync-Installation: Connect Sync synchronisiert weiterhin die Identitäten, Cloud Sync übernimmt ausschließlich das Exchange-Writeback.
Ein weiterer Schritt Richtung Cloud-only Management
Strategisch passt die Funktion hervorragend zu Microsofts derzeitiger Entwicklung.
Viele Organisationen betreiben längst sämtliche Benutzer-Mailboxen in Exchange Online, halten aber trotzdem lokale Exchange-Komponenten am Leben, weil bestimmte Attribute weiterhin aus dem Active Directory verwaltet werden müssen. Die neue Architektur entkoppelt diese Verantwortlichkeiten.
Für Unternehmen, die ihren letzten lokalen Exchange Server abschaffen wollen, ist das ein wichtiger Baustein – Microsoft hat dafür inzwischen auch einen vollständigen Leitfaden zur Deinstallation veröffentlicht. Ein Hinweis am Rande: Die msExch*-Schemaerweiterungen bleiben nach der Deinstallation im Active Directory bestehen, Schemaerweiterungen lassen sich nicht zurücknehmen.
Weitere Neuerungen im August-Update
Kurz erwähnt, weil sie in vielen Zusammenfassungen untergehen:
- Automatische SSO-Genehmigung auf verwalteten Geräten: Eine mit dem Juli-Patchday eingeführte Windows-11-Registry-Policy erlaubt es, Single-Sign-on-Anfragen auf verwalteten Entra-ID-Geräten automatisch zu genehmigen, statt Benutzer manuell bestätigen zu lassen.
- GPO Backup und Restore in Entra Domain Services (Preview): Gruppenrichtlinienobjekte lassen sich aus automatisch vorgehaltenen Sicherungspunkten wiederherstellen.
- Termine zum Vormerken: Die Preview des
memberOf-Regeloperators endet am 3. November 2026; automatische Zuweisungsrichtlinien, diememberOfverwenden, werden ab dem 27. Oktober 2026 in Quarantäne gestellt und verarbeiten keine Zuweisungen mehr.
Das größere Bild: Hybrid Identity wandert in die Cloud
Betrachtet man die Neuerungen gemeinsam, lässt sich eine klare Strategie erkennen.
Microsoft versucht nicht, hybride Identitäten von heute auf morgen abzuschaffen. Stattdessen werden einzelne Verantwortlichkeiten schrittweise aus der lokalen Infrastruktur herausgelöst.
Benutzer und Gruppen können bereits zunehmend cloudseitig verwaltet werden. Exchange-Attribute lassen sich in Exchange Online administrieren und bei Bedarf zurückschreiben. Cloud Sync übernimmt immer mehr Provisioning-Aufgaben und synchronisiert nun in der Preview auch Geräte. Gleichzeitig automatisiert Entra ID Governance Prozesse für Benutzer, Gäste und Berechtigungen.
Damit verändert sich auch die klassische Frage bei Hybrid Identity.
Früher lautete sie: „Wie synchronisieren wir unser Active Directory zuverlässig in die Cloud?“
Zukünftig eher: „Welche Objekte müssen überhaupt noch lokal verwaltet werden – und für welche kann Microsoft Entra bereits die führende Plattform sein?“
Das ist ein wesentlich grundlegenderer Architekturwechsel.
Was Unternehmen jetzt prüfen sollten
- Cloud-Sync-Readiness prüfen: Analysieren Sie, welche Funktionen Ihre Entra-Connect-Sync-Installation tatsächlich nutzt und ob Cloud Sync diese abbilden kann. Die Migrationswelle läuft bereits.
- Guest Governance überprüfen: Externe Benutzer sollten einen klaren Sponsor besitzen und automatisierte Prozesse für Ablauf, Review und Löschung erhalten. Kalkulieren Sie dabei die MAU-basierte Abrechnung mit ein.
- Hybrid Exchange hinterfragen: Welche technischen Gründe machen einen lokalen Exchange Server heute noch erforderlich? Mit dem GA des Writebacks fällt ein weiterer davon weg.
- External-ID-Architektur modernisieren: Bei Kunden-, Partner- oder Mitgliederportalen eröffnen die flexibleren Federation- und User-Flow-Optionen neue Szenarien.
- Agent-Versionen aktualisieren: Provisioning Agent 1.1.1107+ und Entra Connect Sync 2.5.190.0+ sind für die neuen Funktionen Voraussetzung.
Fazit
Die Microsoft-Entra-Neuerungen im August 2026 wirken auf den ersten Blick wie einzelne technische Erweiterungen. Zusammengenommen zeigen sie einen deutlichen Trend: Microsoft macht die Cloud zur Steuerungsebene für hybride Identitäten.
Cloud Sync übernimmt weitere Aufgaben, Governance-Prozesse werden stärker automatisiert und klassische Abhängigkeiten von lokalen Systemen werden Schritt für Schritt reduziert.
Für Unternehmen bedeutet das nicht, dass das lokale Active Directory morgen abgeschaltet werden kann. Sehr wohl bedeutet es aber, dass bestehende Hybrid-Identity-Architekturen regelmäßig hinterfragt werden sollten.
Denn die entscheidende Frage lautet zunehmend nicht mehr, ob Identity Management stärker in die Cloud wandert – sondern wie schnell die eigene Umgebung diesen Schritt sinnvoll mitgehen kann.
Häufige Fragen
Kann Microsoft Entra Cloud Sync Geräte synchronisieren?
Ja. Über den AD2AADDeviceSync-Job lassen sich Computerobjekte aus dem lokalen Active Directory nach Microsoft Entra ID synchronisieren; anschließend können die Geräte einen Entra Hybrid Join durchführen. Die Funktion befindet sich in der Public Preview und ist standardmäßig deaktiviert.
Ersetzt Cloud Sync jetzt Entra Connect Sync?
Noch nicht vollständig. Erweiterte Synchronisationsregeln, umfangreiches attributbasiertes Filtering und sehr große Objektmengen bleiben Gründe für Entra Connect Sync. Microsoft hat die schrittweise Überführung von Connect Sync zu Cloud Sync aber bereits gestartet und informiert Kunden seit Juli 2026 über ihr jeweiliges Transition-Window.
Wie viele Mailboxen unterstützt das Exchange-Attribut-Writeback?
Seit dem GA bis zu 600.000 cloudverwaltete Mailboxen pro Tenant. In der Public Preview lag die Grenze bei 200.000.
Welche Agent-Version wird für Device Sync benötigt?
Der Microsoft Entra Provisioning Agent muss in Version 1.1.1107 oder neuer installiert sein.
Kann sich ein Benutzer in Entra External ID ohne E-Mail-Adresse registrieren?
Ja, sofern das E-Mail-Attribut im User Flow als optional konfiguriert ist. Liefert der externe OpenID-Connect-Identity-Provider keinen E-Mail-Claim, wird das Konto dann ohne E-Mail-Adresse angelegt. Die Einstellung wirkt auf alle Anwendungen, die diesen User Flow verwenden.
Kostet die automatisierte Bereinigung von Gastkonten etwas?
Ja. Guest-Governance-Funktionen in Entra ID Governance setzen seit dem 30. Januar 2026 eine verknüpfte Azure-Subscription voraus und werden pro monatlich aktivem Gastbenutzer abgerechnet.

